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Sonntag, 5. September 2010
In Erinnerung an Heinz Bello
(ein Beitrag von Ralf Fennig)
Heute hätte er seinen 90. Geburtstag feiern können – der gebürtige Schlesier, der sein Leben in Wesel am Niederrhein verbrachte, wurde allerdings am 29. Juni 1944 um acht Uhr morgens von einem Erschießungskommando wegen „Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet.
Als Sohn einer Familie, die der Deutschen Zentrumspartei nahe stand und christlich geprägt war, wurde er als Jugendlicher Mitglied im katholischen, bündisch geprägten „Bund Neudeutschland“ und stand wie seine Eltern zur christlichen „Deutschen Zentrumspartei“.
Nachdem er hochdekoriert 1943 von der Ostfront zum Medizinstudium nach Münster versetzt wurde ließ er sich am 20.07.1943 in persönlicher Erregung zu einer offenen Äußerung vor Zeugen hinreißen die ihm später zum Verhängnis wurde.
"Die Laternenpfähle Münsters reichen nicht aus, die Nazis und Kommissköpfe daran aufzuhängen" und mit Blick auf ein Kruzifix weiter: "Solange dieser Herrgott lebt, wird er schon dafür sorgen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen!" sagte er – und ein anwesender Unteroffizier verriet ihn deshalb mehrere Monate später.
Im April 1944 kam es deshalb zu einer Hauptverhandlung vor dem Zentralgericht des Heeres in Berlin wegen Wehrkraftzersetzung. Entlastungszeugen wurden garnicht erst zugelassen – der Vater von Heinz Bello sogar des Saales verwiesen. Wie absehbar kam es zum Todesurteil. Auch verschiedene Gnadengesuche zeigten keinen Erfolg – sein Glaube und die politische Nähe zur damals verbotenen Zentrumspartei sorgten wohl dafür das Nazifunktionäre auch aus persönlichem Hass die Hinrichtung für gut befanden.
In einem letzten Brief schrieb er an seine Eltern: „Ich habe mich ganz in seinen heiligen Willen ergeben und gebe mein Leben für ein besseres, christlicheres Deutschland!".
Als Deutsche Zentrumspartei verneigen wir uns heute – an seinem Geburtstag, den er nicht mehr in dieser Welt erleben durfte, vor diesem mutigen Blutzeugen einer christlichen Zentrumsüberzeugung.
Wir sehen dieses Blutzeugnis als Verpflichtung zum wirken für ein besseres, christliches Deutschland!
Samstag, 4. September 2010
Für eine Energiepolitik der Vernunft!
(ein Beitrag von Ralf Fennig)
Heute war es zu hören und zu lesen: Unter großen Protesten erwartet man das die Bundesregierung die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert. Es ist lediglich noch nicht klar um welche Fristen es sich handeln wird.
Jenseits aller ideologischen Scheuklappen dürfte klar sein: Unser Wohlstand, und letztlich damit auch das hohe Niveau unserer Sozialsysteme (das komischerweise am Meisten von denen verteidigt wird die jedem Wohlstand kritisch gegenüberstehen) hängt daran das wir eine hochentwickelte Industrienation sind - und das wiederum ist abhängig davon ob wir eine gute Infrastruktur haben und behalten.
Neben Bildung, Leistungswillen der Arbeiter und guten Verkehrs- und Informationswegen gehört zu dieser Infrastruktur auch das wir Energie zu günstigen Preisen und zuverlässig anbieten können.
Das bedeutet: Energie die unabhängig ist von Sonnenschein und Windverhältnissen.
Nach Stand der Dinge können eine solche wetterunabhängige, zuverlässige Stromversorgung nur Verbrennungskraftwerke, Wasserkraftwerke und Kernkraftwerke liefern. Über die ökologischen Schwierigkeiten der ersten beiden Kategorien brauche ich hier wohl kein Wort zu verlieren.
Es wird also vorerst kein realistischer Weg an Kernkraftwerken vorbeiführen - die international zu den sichersten Kraftwerken gehören und bei deutschen Standarts sicherlich als außergewöhnlich sicher gelten können. Für Kritiker und Zweifeler sei hier eine Seite des "nternationalen Arbeitskreises für Verantwortung in der Gesellschaft e.V." genannt in dem unser Bundesvorsitzender Alois Degler zum Vorstand zählt - die Seite ist zu erreichen unter http://www.iavg.org/html/kernenergie.htm
Ich empfehle Jedem sich dort und in anderen Quellen über pro und contra der Kernenergie zu informieren bevor ein Urteil gefällt wird.
Daneben ist natürlich eine breite Förderung der Forschung zu begrüßen - nicht nur (aber auch) in Wind-, Wasser- und Solarenergie sondern auch z.B. in der Kernfusionstechnik, in der es ermutigende Möglichkeiten zu geben scheint.
Wir sollten uns in keinem dieser Gebiete Innovationen verschließen - wenn es jemals eine bessere Technik als Kernenergie geben sollte ist zu hoffen das deutsche Forscher und Unternehmer dort in der ersten Reihe mitwirken.
Freitag, 3. September 2010
Das Ende der Meinungsfreiheit?
(ein Beitrag von Ralf Fennig)
Es ist mal wieder so weit:
Eine Person des öffentlichen Lebens hat (wie einst Eva Herman) ein ehrliches Buch geschrieben. Meinungen geäußert die gewisse Kreise nicht hören möchten.
Bei Eva Herman war es die Würde des "Frau-seins" und die gesunde Entwicklung von Kleinstkindern, die ihre Eltern brauchen, was den Zorn der Meinungsmacher auf sie zog.
Folge: Sie wurde in einem Kerner-Schauprozess medial hingerichtet, verlor ihre Arbeit als Tagesschau-Moderatorin, wurde (wider besseren Wissens) als "braune Eva" diffamiert - und führt jetzt ein relativ zurückgezogenes Leben als Autorin und Referentin für wenige Interessierte.
Zur Zeit ist Thilo Sarrazin "dran".
Und auch wenn ich nicht ALLE seine Thesen und Rückschlüsse daraus teile und vollkommen schlüssig finde - zwei Dinge muss man ihm lassen:
a) er ist lupenreiner Demokrat. Es gibt keine Hinweise darauf das er in irgendeiner Weise irgendwelchen extremen Positionen anhängt. Und
b) er hat von einem der höhesten Rechte jedes Deutschen, dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, gebrauch gemacht. Ein Recht das den Vätern unserer Verfassung heilig war.
Die Folge?
Auch er wird öffentlich diffamiert, er soll aufgrund dieses Anfalls ehrlicher Meinungsäußerung aus der SPD entfernt werden, es wurde Druck auf die Bundesbank ausgeübt damit er seine Beschäftigung dort verliert (wie es scheint peinlicherweise auch noch mit Erfolg) - kurz: Man tut alles um seine Existenz so weit wie möglich zu zerstören.
DAS ist der eigentliche Skandal rund um die "Affäre Sarrazin".
Ergebnis dieser Erfahrungen wird wahrscheinlich sein das immer weniger Menschen die Zivilcourage aufbringen auch unbequeme Meinungen zu äußern.
Und DAS ist eine ernstnehmbare Gefahr für unsere Demokratie.
Es ist an der Zeit sich Sorgen um den Zustand der Demokratie in Deutschland zu machen.
Die Deutsche Zentrumspartei steht zu dem Recht jedes Einzelnen seine Meinung frei zu äußern und gemäß seines Gewissens zum Guten dieser Nation wirken zu dürfen.
Ausnahmen sind lediglich Beleidigungen gegen Einzelne und "Ideen" zur Beseitigung der Grundrechte und der Demokratie in Deutschland.
Dessen haben sich in der Debatte allerdings nur gewisse Kreise die gegen Thilo Sarrazin persönlich agieren schuldig gemacht.
Wehret den Anfängen!
Donnerstag, 2. September 2010
Väter und Mütter abschaffen?
(ein Beitrag von Ralf Fennig)
Die schweizerische Nationalrätin Doris Stump möchte es so. Der Europarat soll Europaweit dafür sorgen das die Begriffe "Vater" und "Mutter" aus dem öffentlichen Leben verbannt werden.
Frauen würden durch das Wort Mutter „als passive und minderwertige Wesen, Mütter oder Sexualobjekte“ dargestellt.
Mich befremdet dieser Vorstoß innerhalb des Europarates in zweifacher Weise:
a) habe ich nicht den Eindruck das Europa so frei von Problemen und Sorgen und voll von ungenutzten Steuergeldern ist das eine solche Albernheit, in den allgemeinen Sprachgebrauch einzugreifen und ein zentrales "Neusprech" einzuführen, europäische Bürokraten von sinnvoller Arbeit abhalten darf. Und
b) frage ich mich was für ein verdrehtes Frauen- und Mütterbild Frau Stump in ihrem Leben geprägt hat. In meinen Augen ist "Vater-sein" und "Mutter-sein" höheste Form der Menschenwürde. Die Gnade, als Eltern Leben weitergeben zu dürfen und Kinder über die ersten Lebensjahre prägen zu können, ist höheste Ehre und Auszeichnung eines Lebens.
Zudem fällt mir beim Wort "Mutter" vieles ein - aber ganz sicher nicht Passivität oder Minderwertigkeit. Und noch weniger denke ich an "Sexualobjekte".
Kurz: Diese Idee ist nicht einfach "nur" eine schlechte Idee. Diese Idee, und die Begründung die mitgeliefert wird, hat schon pathologische Züge.
Die Deutsche Zentrumspartei stellt sich dem entschieden entgegen! Wir stehen für die Würde der Elternschaft ein - und ehren Väter und Mütter auch in der Gesellschaft.
Mittwoch, 1. September 2010
Wir sind die Alternative!
(ein Beitrag von Ralf Fennig)
Im Umfeld der allgemeinen medialen Anti-Sarrazin-Hetze (ich teile nicht alle Thesen mit ihm - aber ich gestehe ihm zu seine Meinung frei äußern zu dürfen) wird er wieder laut:
Der Ruf nach einer vernünftigen, werteorientierten Alternative zur in das linksliberale Fahrwasser abgedrifteten CDU. Jeder sieht es - mancher äußert es auch: Christliche und Werteorientierte Politiker stehen im Merkel-Verein auf verlorenem Posten.
Zeit für uns darauf aufmerksam zu machen:
Es gibt diese Alternative schon seit fast 140 Jahren.
Sie besteht in der Deutschen Zentrumspartei, die als älteste heute noch bestehende Partei im Oktober 1870 gegründet wurde. Wir stehen als aufrechte Demokraten fest verwurzelt in unserem christlichen Glauben für die Rechte des Einzelnen und das Gemeinwohl ein.
Christlich - Sozial - Werteorientiert
für
Wahrheit - Recht - Freiheit
Werden Sie deshalb Mitglied in einer der traditionsreichsten christlichen Parteien Europas!